Meine Bücher

 Du bist auf der Suche nach Deinem nächsten Leseabenteuer? 

Hier findest Du die ersten beiden Bände meiner Fantasysaga "Die Insel der flüsternden Felsen", 
meine magisch-realistische Novelle "Wie die Geier" & 
die Fantasy-Anthologie "Magic between the pages" von BoD mit einer Kurzgeschichte von mir:

"Die Insel der flüsternden Felsen - Der Fluch des Goldes" / Anne Willsch

"Auf der Insel Kratonien steht kein Stein mehr auf dem anderen. Ein Goldrausch weckt einen mächtigen Feind und verdammt Zwergin Azura und die Trolle Yorn & Rayan zu einer Reise wider Willen. Können sie Freund von Feind unterscheiden, das Geheimnis der Goldenen Bruderschaft lösen und ihre Heimat vor dem Untergang bewahren?

- Der Auftakt der magisch-humorigen Phantastiksaga -

Erscheinungsdatum: 22.02.2022
ISBN (Paperback, illustriert) : 9783755778325

 "Ein echter Geheimtipp"
Stephanie Domaschke - Kinderbuchautorin
(@stephanie_abendstern_autorin) 

 "Ein spannender und interessanter High-Fantasy-Roman und ein gelungener Reihenauftakt"
Leah Heid  -  Buchbloggerin
(@wandering.booknerd) 

"Klare Leseempfehlung"

Leagrinchbooks - Buchbloggerin
(@leagrinchbooks)


"Die Insel der flüsternden Felsen - Das Blut der Drachen" / Anne Willsch

"Der tödliche Krieg um Gold hält Kratonien noch immer in Atem - doch Zwergin Azura und ihre Freunde geben die Insel nicht kampflos auf. Während sich Dädal auf einer gefährlichen Mission seiner eigenen Vergangenheit stellen muss, verschlägt es die Trolle Yorn und Rayan in den Norden der Insel; eine Gegend, in der das "Blut der Drachen" gewonnen wird - eine mysteriöse Handelsware, die in Zusammenhang mit all dem Leid zu stehen scheint. Können die Freunde das Rätsel entschlüsseln und ihre Insel vor dem Untergang bewahren?"

- Der fesselnde zweite Teil der Goldrausch-Saga -

Erscheinungsdatum: 23.03.2023
ISBN (Paperback, illustriert): 9783734706165 


"Wie die Geier" / Anne Willsch                          

"Der Tod des Don führt seine drei Kinder zurück nach Santiago, Chile. Jenen Ort, den Ágata, Xavi und Santi seit Jahrzehnten meiden wie der Teufel das Weihwasser. Selbst postum gelingt es dem Patriarchen, die bösen Geister der Vergangenheit zum Leben zu erwecken und seine Kinder mit einem Erbe zu konfrontieren, dem keiner von ihnen ins Auge sehen möchte."

- Eine magisch-realistische Novelle - 

Erscheinungsdatum: 24.07.2023
ISBN (Hardcover): 9783710873386


Hintergrund zu "Wie die Geier"

Meine Novelle "Wie die Geier" entstand im Rahmen des Young-Storyteller-Awards 2023 von story.one und Thalia. Meine Liebe zu Chile, dem magischen Realismus Lateinamerikas und eine mysteriöse Erbschaft in der eigenen Familie inspirierte mich zu dieser Geschichte. 


"Magic between the pages" / Fantasy-Anthologie von BoD mit Kurzgeschichten von 18 Autor*innen                                        

"Begleite die Protagonist*innen an Orte, an denen Magie in den Wänden surrt, in verstaubte Buchhandlungen, deren Bücher Geheimisse flüstern, und in einen Zauberbuchladen, in dem selbst Satzzeichen deinen Verstand austricksen ."

- Kurzgeschichten-Sammelband - 

Erscheinungsdatum: 18.03.2026 / BoD - Books on Demand
ISBN (Paperback):   9783695772711 

... und hier geht es zu den Leseproben:

Leseprobe zu "Der Fluch des Goldes"

"Der Vogel, der den Schwarm verlässt, stirbt. Die Leute in ihrem Dorf hatten wieder einmal recht gehabt und Eoke hätte sich dafür ohrfeigen können, dass sie lieber auf ihre Meisterin gehört hatte, anstatt den anderen zu glauben. 
Immer schon war es ihr wichtiger gewesen, eine fleißige, gehorsame Famula zu sein, als allgemeingültigen Meinungen zu folgen; stets hatte sie jeden Befehl ihrer schrulligen, alten Mentorin ohne Zögern befolgt und jetzt – durfte sie deswegen um ihr Leben rennen. 
Na vielen Dank auch! Hätte die weiseste Seherin des Nebelreichs, vielleicht auch der ganzen Welt, nicht das Risiko vorhersehen können, dem sie Eoke ausgeliefert hatte? 
War ihr die drohende Todesgefahr nicht bewusst gewesen, als sie ihre Schülerin in die Schwarzlande geschickt hatte?

„Die Sa-che um die es hier geht, ist grö-ßer als du und ich.“ Die vertraute Stimme ihrer Meisterin ertönte in Eokes Erinnerung. Worte mit Silben zäh wie das Blut der Palmen, voll exotischem Singsang und gebettet in eine Rauchigkeit, die nur das jahrelange Paffen von Zigarren der übelsten Sorte zu erzeugen vermochte. Die Erkenntnis ergoss sich über Eokes Haare und Federschmuck wie der tropische Nachmittagsregen, der soeben eingesetzt hatte. Ihre Meisterin hatte es gewusst. 
Und sie war das Risiko bereitwillig eingegangen.

Zeit, die Fäuste zu ballen und wütend zu sein, blieb Eoke nicht. Panisch schlitterte sie einen glitschigen Hang aus rotem Lehm hinunter; eine schlechte Abkürzung, die ihren Verfolgern bereitwillig Eokes Spuren offenbaren würde. Nur mühsam balancierte sie auf ihren langen Beinen und versuchte mit ihrem drahtigen Körper, das Gleichgewicht zu halten. Ein Nebelmenschenkörper, von dem die Zwerge jenseits des Kamms gerne behaupteten, er sei tückisch wie der Morgendunst und könne mit dem Dschungel verschmelzen. Wenn das dumme Gerede der Zwerge doch nur ausnahmsweise einmal wahr wäre!

Zaubertricks wie unsichtbar werden hätten Eoke nun mehr genützt als die läppische Anfängermagie, die ihre Meisterin ihr bisher gelehrt hatte. Was brachte einem das Talent, das Wetter am Geschmack des Sonnenuntergangs vorherzusehen, wenn man von einer Horde Zähne fletschender Barbaren mit Säbeln verfolgt wurde? (...)"


Text © Anne Willsch


Illustrationen zur Fantasyreihe

Band eins und zwei der "Insel der flüsternden Felsen" wurden von mir mit Tusche illustriert. Mehr phantasische Zeichnungen und Zeitraffervideos zur Entstehung findest Du auf meiner Instagram-Seite @annewillsch (einfach klicken).

Leseprobe zu "Das Blut der Drachen"

 
"Vielleicht war es der Schlafmangel oder seine in letzter Zeit übermäßig stark beanspruchten Nerven, die den Hexer zu einer derart überzogenen Reaktion veranlassten. Urplötzlich schien der Dämon in seiner Brust Feuer zu fangen und sich in Form von brennender Wut in alle Zellen seines Körpers auszubreiten. Wut, wie sie der Hexer seine Lebnacht noch nie verspürt hatte. Völlig von Sinnen packte er den erstbesten Setzkasten und schmetterte ihn in Richtung der Bienensammlung: klirrend zerbarsten Glas und tote Chitinskelette in tausend Teile. Sein ganzer Leib vibrierte vor Zorn, während er nur verschwommen wahrnahm, wie ein Blaurock besorgt seinen Kopf durch den Türschlitz steckte. „RAUS MIT EUCH! RAAAAAAUUUUS!“ Schreiend warf der Hexer den nächstbesten Kasten in die Richtung des Helmträgers, wo die Kiste krachend an der Klinke zersplitterte – ein kleiner Auftakt zu dem Inferno, das nun folgte. Ohne Luft zu holen, ohne einen klaren Gedanken zu verschwenden, wütete der Hexer, bis kein Flügel mehr an seinem Platz und jedes Insektenbeinchen abgerochen war; bis alle Glaskästen zersprungen auf dem Boden ruhten und nichts mehr übrig war, das die Bezeichnung „heil“ verdient hatte. 
Nichts, bis auf den Spiegel mit Seeroses Nachricht. 
Ausgelaugt ließ sich der Hexer in den Trümmern seiner Sammlung am Fußende seines Bettes zusammensinken. Reste von Panzern, Fühlern und Staub wirbelten im Licht der untergehenden Abendsonne umher. 
„Es war meine Schuld. Es war meine Schuld“, murmelte er vor sich hin wie ein kaputter Leierkasten. 
Mitternacht war längst vorbei, der Mond hatte seinen Zenit überschritten und der Herr der Burg hätte längst anderen Dingen nachgehen müssen, als er sich endlich aufrappeln konnte. Noch nie hatte sich der Hexer so erschöpft wie heute gefühlt; noch nie so klar gesehen wie jetzt. (...) Der Hexer (...) blickte in den Spiegel. Ein altes Irrlicht mit eingefallenen Wangen erwiderte mechanisch seinen Blick, in dem der Hexer einen Hauch wässrigen Wahnsinn erkannte. Seltsamerweise erschreckte ihn diese Tatsache nicht. Ab und an war ein wenig Wahnsinn notwendig, um den Dingen auf den Grund zu kommen. 


Text © Anne Willsch


Leseprobe zu "Wie die Geier"

"Der Tod des Don hatte Clara Rojas-Villanueva einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sie war noch nicht so weit. Die Jahre im Dienste von Don Pepe hatten Clara verstehen lassen, weshalb seine Kinder bei der erstbesten Möglichkeit die Flucht ergriffen hatten. Sein ältester Sohn war nach Georgia ausgewandert, seinen Jüngsten hatte es sogar bis nach Europa verschlagen. Und dann gab es da noch eine Tochter. Ágata, die Einzige, die die Abneigung gegenüber ihrem Vater nicht um die halbe Erdkugel getrieben hatte. Sie war lediglich ins 115 km entfernte Valparaíso geflohen. Eine Distanz, die nicht ausreichend schien, denn Clara erinnerte sich nur zu gut an die Salven Ágatas, dass die „negative Aura Don Pepes“ bis an die Küste spürbar war. Mit dem Ableben Don Pepes hätte nun auch dessen Aura verschwinden müssen, doch Ágata war anderer Meinung. „Im Gegenteil, mi hija. Sie ist noch gewaltiger geworden“, hatte sie Clara bei ihrem Telefonat vor zwei Tagen eröffnet. Die Nachricht über den Tod ihres Vaters hatte Ágata nicht im Geringsten überrascht. „Ich habe es sofort gefühlt“, hatte sie geflüstert. Doña Ágata war es auch gewesen, die als Erste in Santiago aufgetaucht war. Beinahe emotionslos hatte sie die Dinge in die Hand genommen. Eingehüllt in ein wallendes Leinenkleid, das keinerlei Rückschlüsse über die Figur seiner Trägerin zuließ, war sie mit einem qualmenden Stück palo santo durch das Haus des Don geschwebt. Zimmer für Zimmer hatte sie das Anwesen ausgeräuchert, bis „endlich dieser fürchterliche Gestank nach Vergangenheit“ ausgemerzt war. Erschöpft hatte sich die Tochter Don Pepes schließlich auf die Veranda hinter dem Haus gesetzt und sich eine Zigarette angezündet.


„Ab hier übernehme ich, Clara. Nimm dir ein paar Wochen frei, das hast du dir verdient. Danach sehen wir weiter, mi hija.“ Wie immer hatte sie ihr unverkennbares Ágata-Lächeln aufgesetzt. Ein falsches Lächeln, das Don Pepes Tochter wie eine Maske trug.

, Doña Ágata. Mein Beileid, Señora.”

Ágata wedelte mit ihrer freien Hand in der Luft herum. Es sah aus, als würde sie den Rauch ihrer Zigarette vertreiben wollen, doch Clara wusste, dass die Bewegung ihren Worten galt. „Wir kommen klar, mi hija. Wenn du uns einen Gefallen tun willst, nimm Elvis mit. Ich kann das Vieh nicht ausstehen.“
, Señora. Don Pepes Schlüssel lege ich Ihnen auf die Kommode. Die sind für Garage und Haustür. Den Kellerschlüssel hat Don Pepe selbst verwahrt. Er wollte nicht, dass ich dort hinunter gehe. Er sagte, der Schimmel dort unten sei tödlich.“
Bueno, ist gut. Und jetzt sieh zu, dass du verschwindest." Ágata zwinkerte, doch Clara spürte die Bedrohlichkeit ihrer Aufforderung. Als sie durch die Schatten des Flures zum Portal schritt, warf Clara einen letzten Blick zurück auf das helle Rechteck des Fensters, hinter dem Doña Ágata saß. Die Zigarette in ihrer Rechten haltend, hatte sie ihre Stirn in die linke Hand vergraben. Clara sah, dass Ágatas Oberkörper leicht bebte. Dann packte sie ihre Tasche und Elvis, Don Pepes Pudel, und verließ das Anwesen, in dem sie dreizehn Monate als muchacha gearbeitet hatte."


Text © Anne Willsch